Die Schöpfung

 

Gesprochen:

Der Herr betrat das Firmament bei hellem Sterngefunkel,

und kam zu einer Stelle, da war es furchtbar dunkel.

„Ich sehe hier“, so sprach der Herr, „die Hand vor Augen nicht,

so kann ich nicht allwissend sein, also, es werde Licht“.

 

Gesungen:

Die Sonne blitzte an und fing vor Freude an zu drehn,

doch war bei ihrem goldnen Schein, ein Chaos nur zu sehn

„Wo kommt der Schandfleck her“, sprach Gott, „das muss ich untersuchen,

ob sich aus ihm was machen lässt, ich kann’s ja mal versuchen“.

 

Der Herr fing an zu schöpfen und machte unsre Erde,

doch bald kam von der Schöpfung bereits eine Beschwerde.

Ich bin allein, schimpfte der Mensch, was soll ich mit mir machen?

Der Mensch bekam sein Weib und hat seither nichts zu lachen.

 

Zwar ging’s im Paradies noch gut, von Sex war keine Rede,

doch lockte mit verbotnem Obst, die Eva stantepede.

Der Trottel nahm den Apfel an, prompt wurden sie vertrieben,

und so begann das Trauerspiel, der Mensch fing an zu lieben.

 

Nicht, wie im Paradies, wo sie sich harmlos gerne hatten,

nein, mit der Liebe kam der Hass, wie mit dem Licht, der Schatten.

Auf unsrer Welt er schlug bereits, der dritte Mensch den Bruder.

Und später stand der Menschenhass nur all zu oft am Ruder.

 

Ich schlage vor, wir bessern uns,

ihr Menschen seid umschlungen,

in Gottes Buch soll später steh’n,

die Erde ist gelungen.